Beste Politur gegen Kratzer

Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. In der alltäglichen Nutzung ist das Auto vielen Strapazen ausgesetzt. Hier mal ein Zweig, der auf dem Lack kratzt, da mal ein Stein, der hochfliegt und dort mal ein Hindernis, das übersehen wurde.

Oftmals kann man als Fahrer oder Besitzer des Autos gar nichts dafür, dass auf dem Lack leichte Kratzspuren zu sehen sind. Das ist eine ganz normale Abnutzungserscheinung, die jeder in Kauf nehmen muss.

Bei rücksichtlosem Ein- und Ausparken oder Unfällen können auch andere Verkehrsteilnehmer Schrammen oder Kratzer am eigenen Auto hinterlassen.

Obwohl man Kratzer nicht immer verhindern kann, heißt das noch lange nicht, dass man mit ihnen leben muss. Dafür gibt es spezielle Autopolituren, die die Kratzer schnell und effektiv entfernen können.

In diesem Artikel erklären wir Dir, was die beste Politur gegen Kratzer mitbringen muss und welche Polituren auf dem Markt sich am besten eignen.

Außerdem gehen wir auf die Aufbereitung verschiedener Kratzerarten ein und erklären den Unterschied zwischen einer Politur per Hand oder mit der Maschine.

Beste Politur gegen Kratzer

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze: Beste Politur gegen Kratzer

  • Oberflächliche Kratzer können einfach und schnell per Hand abpoliert werden. Bei tieferen Kratzern solltest Du auf eine Poliermaschine und besonders leistungsfähige Poliermittel zurückgreifen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
  • Ist der Kratzer durch die Klarlackschicht durchgebrochen und hat die Farbschicht beschädigt, müssen größere Korrekturen vorgenommen werden. Eine einfache Politur reicht in diesem Fall nicht aus.
  • Eine regelmäßige Pflege mit einer Versiegelung oder Autowachs schützt die Oberfläche zusätzlich.
  • Nach unserem Testergebnis ist die Meguiars Ultimate Compound die beste Politur gegen Kratzer: Auf Amazon anschauen

Was macht eine gute Politur gegen Kratzer aus?

Autopolitur Weiß AutoMan unterscheidet silikonhaltige und abrasive Polituren für Autos.

Während silikonhaltige Polituren die Kratzer auffüllen, schleifen abrasive Polituren den Lack ab, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Durch diese unterschiedliche Herangehensweise sind die beiden Methoden auch unterschiedlich lang haltbar.

Die silikonhaltigen Polituren, die man in jedem Baumarkt und jeder Tankstelle findet, halten nur für kurze Zeit. Sie sind deshalb geeignet, wenn man nur für wenige Wochen – beispielsweise bis zum nächsten Werkstatttermin – überbrücken möchte.

Ein langfristiges Ergebnis kann man nur mit abrasiven Polituren erzielen. Durch das Abschleifen werden die Einkerbungen komplett entfernt, sodass ein Herauslösen wie beim Silikon nicht möglich ist.

Eine gute Politur, die Kratzer langanhaltend entfernt, muss deshalb unbedingt abrasiv sein.

Dabei brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, das die Farbe deines Autos leidet. Jede Autooberfläche ist vierschichtig aufgebaut. Auf dem Blech der Karosserie wird zunächst eine Grundierung aufgetragen.

Darauf kommt der Farblack, der dem Auto die gewünschte Farbe verleiht. Zum Schutz der Farbe ist die oberste, äußerste Schicht ein Klarlack.

Kratzer auf dem Auto sind in den allermeisten Fällen Kratzer im Klarlack. Mit einer abrasiven Politur wird ein Teil des Klarlacks abgeschliffen, wobei der Farblack nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Nur sehr tiefe Kratzer bleiben mit der abrasiven Methode zurück.

Bei silikonhaltigen Polituren werden die Schäden im Klarlack nur aufgefüllt. Beim Autowaschen kann es dabei schnell vorkommen, dass das Silikon aus den Kratzern herausgespült wird und Dein Auto wieder die gleiche Optik wie vor der Politur hat.

Beste Politur gegen Kratzer: 3 Polituren im Test

Im unteren Teil haben wir die 3 besten Polituren gegen Kratzer einmal auf den Prüfstand gestellt. Wir haben für dich die Polierwirkung, die Verarbeitung und die Anwenderfreundlichkeit getestest.

Meguiars Ultimate Compound Set

Beste Politur gegen Kratzer Meguiars Ultimate Compound

Das Meguiar Ultimate Compund Set ist eine Kombination aus einer Schleif- und einer Polierpaste, die eine abrasive Wirkung hat. Damit können Kratzer sowie andere Schäden an der Autooberfläche sehr gut und schnell entfernt werden.

Durch innovative Mikro-Polierkörper, die in der Paste enthalten sind, kann das Meguiar Ultimate Compound Set, das mit einem Schleif- und Polierschwamm sowie einem Mikrofasertuch geliefert und aufgetragen wird, ein besonders klares und kratzerfreies Ergebnis liefern.

Das Produkt ist sowohl für das Polieren per Hand als auch mit der Maschine geeignet.

In diversen Testberichten wird das Set von Meguiar als bestes Allrounder Set bezeichnet, vor allem für die Handpolitur.

Vor- und Nachteile 

Das Meguiar Ultimate Compound Set ist sehr einfach zu verarbeiten, sowohl per Hand als auch mit der Poliermaschine. Es besitzt eine abrasive Wirkung und ist silikonfrei, wodurch das Ergebnis besonders lange haltbar ist.

Die Wirkung des Produkts ist sehr gut. Sowohl die Schleifleistung bei der Korrektur und Begradigung der Defekte als auch die glänzende Polierleistung überzeugen die Kunden.

Im Test wurden keine Nachteile der Politur gefunden.

Scholl S3 Gold

Scholl S3 Politur gegen Kratzer

Die Firma Scholl bietet mit ihrem Produkt S3 Gold eine Schleifpolitur an, die mithilfe von Aluminiumoxid auch tiefere Defekte auf dem Lack entfernt. Die Politur ist frei von Silikonen.

Das Produkt wurde auf Basis einer modernen, intelligent-Pulver-Technologie entwickelt, wodurch die Anwendung besonders einfach und schnell und auch für Laien leicht erlernbar ist.

Das Scholl S3 Gold überzeugt durch eine gute Schleifleistung sowie sehr guten und langanhaltenden Glanz. Das Produkt ist sowohl für Handpolituren als auch Polituren mit der Maschine geeignet.

Im Lieferumfang ist neben der Politur auch ein Spider Handpuck von Scholl enthalten, der beim Auftragen der Politur hilft. Außerdem liegt ein Mikrofasertuch bei mit dem das Auto nach der Behandlung der Kratzer poliert werden kann.

Da das S3 Gold von Scholl auf die Entfernung von tiefen Kratzern ausgelegt ist, ist es nicht für ein perfekt glänzendes Ergebnis bekannt. Es kann zu Schleierbildung kommen.

Vor- und Nachteile

Für die Entfernung von tieferen Kratzern per Hand oder mit der Poliermaschine ist das Scholl S3 Gold perfekt geeignet. Die abrasive Politur trocknet nur langsam, was verhindert, dass sie beim Auftragen zu schnell antrocknet.

Einziger Nachteil ist, dass es zu einer Schleierbildung auf dem Lack kommen kann. Da das Produkt aber mit anderen Polituren kompatibel ist, kannst Du diese Schleier mit einer entsprechenden Hochglanzpolitur ganz leicht entfernen.

A1 Politur

A1 PoliturDie A1 Speed Politur ist für feine Kratzer, matte Stellen und Schleier auf allen Lackarten geeignet. Sie kann sowohl per Hand als auch mithilfe einer Poliermaschine aufgetragen werden.Die Firma wirbt damit, dass das Produkt die Politur besonders leicht macht („wie staubwischen“). Außerdem bildet es keine Schleier und brilliert dadurch mit einer Hochglanzoptik.Im Lieferumfang enthalten ist ein Spezialschwamm, der das Auftragen erleichtern soll.Das Produkt von A1 ist das günstigste in unserem Test, kann aber trotzdem sehr gute Ergebnisse, vor allem bei leichten Kratzspuren verbuchen. Tiefere Defekte sind mit der A1 Politur allerdings nur schwer zu entfernen.Da die Politur Canauba-Wachs enthält, hat sie einen Versiegelungseffekt und ist deshalb für Kunden, die ein 2 in 1 Produkt suchen eine gute Wahl.

Vor- und Nachteile

Die A1 Speed Politur ist für alle Lackarten sowie glänzende Folien geeignet. Es ist leicht anzuwenden. Neben dem Poliereffekt hat es aufgrund des enthaltenen Canauba-Wachses auch einen versiegelnden Effekt.Der Preis für das A1 Set ist besonders günstig.Als nachteilig stellt sich heraus, dass ein 2 in 1 Produkt wie die A1 Speed Politur niemals gleichwertige Ergebnisse erzielen kann wie Spezialprodukte. Der beiliegende Schwamm erwies sich im Test als unbrauchbar.

Welche Kratzer lassen sich durch polieren entfernen?

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist die Oberfläche eines Autos heutzutage vierschichtig aufgebaut. Ganz innen ist Blech, es folgen eine Grundierung, der Farblack und ganz außen der Klarlack.

Bei der Frage, welche Kratzer man auspolieren kann und welche nicht, muss man sich zunächst anschauen, wie tief der Kratzer ist.

In der Regel können nur Kratzer, die in der obersten Schicht, also dem Klarlack liegen, auspoliert werden. Tiefergehende Kratzer haben meist schon den Farblack beschädigt, was durch eine Politur nicht mehr ausgebessert werden kann.

In diesem Fall muss die Farbe mit einem Lackstift aufgefüllt und anschließend mit einer neuen Klarlackschicht abgedeckt werden. Eine Politur alleine könnte den Kratzer nicht mehr beheben.

Bei sehr tiefen Kratzern kann es sogar sein, dass die betroffene Stelle komplett neu lackiert werden muss.

Zu beachten ist, dass man bei jeder Politur einen Teil des Klarlacks entfernt. Diese schützende Schicht wird dadurch immer dünner, das Auto anfälliger für mehrschichtige Kratzer.

Um das Ausdünnen des Klarlacks zu verhindern, sollte nach jeder Poitur eine Versiegelung oder Wachs aufgetragen werden, die die Oberfläche schützen und die oberste Schicht verstärken.

Es gibt zwei einfache Tests mit denen Du schnell feststellen kannst, ob ein Kratzer nur in der Klarlackschicht liegt oder tiefergeht.

1. Sichttest: Betrachte den Kratzer ganz genau. Siehst Du nur die Autofarbe? Dann hast Du Glück und der Kratzer ist nur oberflächlich. Sobald Du eine andere Farbe (in der Regel ist es weiß) durchschimmern siehst, hat der Kratzer die Farblackschicht erreicht.

2. Fingernageltest: Um sicherzugehen, kannst Du anschließend noch einen weiteren Test machen. Gehe mit Deinem Fingernagel vorsichtig in den Kratzer und bewege den Finger hin und her. Wenn Du einen Widerstand spürst und Dein Nagel hängen bleibt, reicht eine Politur nicht mehr aus.

Kratzer entfernen Per Hand oder mit Maschine?

Je nachdem wie tief ein Kratzer ist, sollte man sich für eine Politur per Hand oder mit der Maschine entscheiden.

Leichte Kratzer können per Hand auspoliert werden. Das geht schnell und braucht wenig Kraft.

Je tiefer der Defekt ist, desto mehr und kräftiger muss poliert werden, um die Oberfläche zu glätten. Hier solltest Du auf eine Poliermaschine zurückgreifen, die deutlich mehr Kraft aufwenden kann.

Außerdem arbeitet die Maschine gleichmäßiger und kann Poliermittel mit größerer Körnung besser verarbeiten.

Fazit

Welches Poliermittel das richtige ist, solltest Du vor allem von der tiefe des Kratzers abhängig machen. Für oberflächliche Kratzer hat sich das Meguiars Politur Set bewährt. Bei tieferen Kratzern hilft das Scholl S3 Gold Set weiter.

Wer ein Allrounder Produkt sucht, sollte auf das A1 Politur Set zurückgreifen.