Lederlenkrad reinigen in 5 Schritten erklärt vom Profi

Ein Lederlenkrad sorgt für einen stilvollen Autoinnenraum. Auch die guten Griffeigenschaften sprechen für das Lenkrad aus Leder. Um diese guten Eigenschaften zu bewahren und auch noch nach Jahren ein schönes und grifffestes Lenkrad zu haben, bedarf es einer guten Pflege.

Denn durch die ständige Nutzung kann es sonst schnell zu unschönen Abnutzungen kommen. Da ein Lenkrad immer frei liegt, ist es außerdem besonders anfällig für Schmutzablagerungen.

Wir zeigen Dir, wie Du Dein Lenkrad aus Leder in nur 5 Schritten einfach und schnell, aber trotzdem effektiv reinigen kannst. Außerdem stellen wir einige Tipps und Tricks rund um die Reinigung und Pflege eines Lenkrads vor.

Lederlenkrad reinigen

Inhaltsverzeichnis

Die Anleitung zum Lederlenkrad reinigen

Um das Lenkrad richtig zu reinigen und den gesamten klebrigen Schmutzfilm herunter zu bekommen, werden eine Handvoll Reinigungsutensilien benötigt.  

Wir raten stets dazu echten Lederreiniger zu benutzen anstatt Hausmittel wie Spüli oder Seife, um ein hervorragendes Reinigungsergebnis zu erzielen.

Außerdem ist es dringend zu empfehlen nach der Reinigung des Lederlenkrads, das Leder zum Schutz vor Trockenheit und Verschleiß mit der passenden Lederpflege zu behandeln.

Diese Utensilien dürfen beim Lenkrad Reinigen nicht fehlen:

  • Mikrofasertuch
  • Weiche Lederbürste
  • Leder Reinigungsmittel
  • Lederpflege Mittel
  • Gegebenenfalls lauwarmes Wasser

Das beste Lederreinigung Set

Schritt 1: Vorbereitung auf die Reinigung

Bevor die eigentliche Reinigung beginnen kann, solltest Du das Lenkrad aus Leder gründlich abwischen. Dazu sind Mikrofasertücher besonders gut geeignet, denn sie reinigen Oberflächen effektiv, ohne sie zu zerkratzen.

Schritt 2: Klebriges Lederlenkrad reinigen

Durch das ständige Anfassen sammeln sich auf der Lenkradoberfläche im Laufe der Zeit Hautfette, die in Kombination mit Staub und anderem Schmutz eine hartnäckige, klebrige Kruste bilden können.

Vor allem die Ränder des Lenkrads sowie die Nähte sind in der Regel besonders verschmutzt. Deshalb solltest Du Dir Zeit nehmen und auch schwer erreichbare Stellen mit dem Mikrofasertuch vorreinigen.

Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen kann man auch lauwarmes Wasser zur Hilfe nehmen. Achte dabei darauf, dass Du das Leder nicht vollständig durchnässt, sondern nur leicht befeuchtest denn ansonsten kann es beim Trocknen brüchig werden oder Falten entwickeln.

Schritt 3: Reinigungsmittel auftragen

Im nächsten Schritt kommt ein Leder Reinigungsmittel zum Einsatz. In der Regel sind dies spezielle Sprays, die man leicht auf das Lenkrad auftragen kann.

Beim Auftragen der Flüssigkeit musst Du besonders gut darauf achten, dass keine Flüssigkeit in die empfindliche Elektronik des Lenkrads eindringen kann.

Für eine bessere Verteilung solltest du allerdings nur das Mikrofasertuch mit dem Reinigungsmittel besprühen und es anschließend mit dem Tuch auf das Leder auftragen.

Bevor Du diese Mittel auf dem gesamten Lenkrad anwendest, solltest Du sie an einer unauffälligen Stelle testen. So kannst du sichergehen, dass keine Verfärbungen oder andere unerwünschte Nebenwirkungen entstehen.

Profi-Tipp: Sprühe den immer Reiniger in das Mikrofasertuch anstatt direkt auf das Lenkrad. So verhinderst du Flecken auf dem Cockpit oder anderen Elementen im Innenraum!

Schritt 4: Reinigungsmittel einbürsten

Vor allem bei hartnäckigen Verschmutzungen kannst Du zusätzlich die weiche Lederbürste einsetzen, um den Dreck sanft zu lösen. Auch bei schwer zu erreichenden Stellen helfen die feinen Borsten dabei das Lederreinigungsmittel optimal zu verteilen.

Achte darauf, dass Du immer von den Nähten wegbürstest. So verhinderst Du, dass sich der eben gelöste Schmutz wieder in den Nähten festsetzt.

Achtung: Übe nicht zu viel Druck mit der Bürste auf das Leder aus, sonst kannst du das Leder beschädigen!

Schritt 5: Lenkrad gut trocknen

Damit das Leder nicht spröde wird und keine Flecken oder Falten bekommt, muss es nach der Reinigung sehr sorgfältig getrocknet werden. Auch hierfür eignet sich ein weiches Mikrofasertuch am besten.

Idealerweise kann die Restfeuchtigkeit anschließend an der frischen Luft bei geöffnetem Autofenster austrocknen.

Achtung: Das Leder ist bis zu diesem Punkt nur gereinigt. Der Reiniger hat dem Leder Feuchtigkeit entzogen und kann zum Austrocknen der Oberfläche führen. Behandele das Lenkrad nach der Reinigung unbedingt mit einer Lederpflege.  Mehr dazu findest du im nächsten Abschnitt.

Lederlenkrad pflegen

Lenkrad pflegen wie ein Profi

Die Reinigung eines Lenkrads aus Leder ist das eine, allerdings darf man danach die Pflege nicht vergessen. Auch hierfür gibt es spezielle Mittel, die für die Pflege von Autoleder geeignet sind.

Mit einem sauberen, trockenen Mikrofasertuch kann das Pflegemittel auf das Lenkrad aufgetragen und einmassiert werden.

Lederpflegemittel für Autoleder sorgen für ein frisches, neues Aussehen und verbessern außerdem die Griffeigenschaften des Lenkrads.

Vor allem, wenn das Lenkrad länger nicht gepflegt wurde, kann man oft erstaunliche Vorher-Nachher-Effekte beobachten, die den Fahrkomfort enorm verbessern.

Wichtig ist, dass die Pflegemittel nach jeder Reinigung erst dann aufgetragen werden, wenn das Leder gut getrocknet ist. Ansonsten kann das Material spröde und rissig werden und im schlimmsten Fall sogar aufreißen.

Sollte das Leder des Lenkrads zerreißen, hilft oft nur noch der Gang zum Sattler, um das gesamte Leder des Lenkrads zu reparieren. Ein Lenkrad aufbereiten lassen ist relativ kostenintensiv und sollte deshalb verhindert werden.

Um diesem Schritt vorzubeugen, sollte man mindestens einmal jährlich das Leder fetten. Dafür gibt es spezielle Lederversiegelung für das Auto, die das Leder versiegelt und so Schmutz und Wasser abwehrt und gleichzeitig Feuchtigkeit spendet.

Dadurch trocknet das Leder nie vollständig aus und Risse können nicht entstehen. Lederversiegelungen sind in der Regel sowohl für Echt- als auch für Kunstleder geeignet.

Unsere Empfehlung

Lenkrad reinigen Hausmittel

Lederlenkrad reinigen mit Hausmitteln

Es gibt zahlreiche Hausmittel, die mehr oder weniger erfolgreich bei der Reinigung von Leder im Auto verwendet werden.

Wenn es einmal schnell gehen muss, haben sich Baby-Feuchttücher bewährt. Mit diesen lassen sich auch stärkere Verschmutzungen einfach und schnell entfernen.

Allerdings sollten Feuchttücher nicht zu oft genutzt werden, denn bei dauerhafter Verwendung schaden sie dem Leder.

Auch Rasierschaum wird teilweise zu Reinigung empfohlen, ebenso wie Reinigungsbenzin oder Glasreiniger. Auch bei diesen Hausmitteln muss betont werden, dass sie zwar kurzzeitige Erfolge erzielen, langfristig allerdings dem Material des Lenkrads schaden.

Auch bei hartnäckigen Verschmutzungen solltest Du keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden, denn Schäden am Lenkrad sind oft irreparabel, sodass Du bei einem Schaden teilweise das ganze Lenkrad neu aufziehen lassen musst.

Besser ist es geduldig zu bleiben und die Reinigung mit dem speziellen Reinigungsmittel für Leder gegebenenfalls mehrfach zu wiederholen bis auch die letzten Schmutzpartikel entfernt wurden.

Für die regelmäßige Lederlenkradpflege solltest Du nur speziell dafür entwickelte und geeignete Produkte einsetzen. Diese kosten zwar eventuell in der Anschaffung mehr, stellen allerdings auch sicher, dass das Leder nicht beschädigt wird.

Alle Hausmittel und Produkte, die ursprünglich nicht für die Lederpflege entwickelt wurden, haben oft nicht die richtigen Eigenschaften, um das Leder gut zu pflegen und zu erhalten. Sie sollten deshalb vermieden werden.

Lenkrad VW Golf Gti

Fazit: Lederlenkrad reinigen

Das Innenleben des Autos sollte regelmäßig gereinigt werden. Vor allem Leder am Lenkrad ist sehr anfällig für Schmutz und kann – ohne Reinigung und Pflege – im Laufe der Zeit sein stilvolles Aussehen und die guten Griffeigenschaften verlieren, die es eigentlich auszeichnen.

Eine gute Reinigung ist mit den richtigen Mitteln gar nicht schwer und dauert nicht lange. Deshalb solltest Du es Dir angewöhnen Dein Lederlenkrad regelmäßig zu putzen.

Die anschließende Pflege sorgt für den letzten Schliff und trägt zu einer langen Haltbarkeit des Lenkrads aus Leder bei. Dabei darf eine gute Lederversiegelung nicht fehlen, um die Entstehung von Rissen zu verhindern.

Unsere Empfehlung